Zur Gewinnung von Gold aus zerkleinertem Rohgestein werden verschiedene Extraktionsverfahren eingesetzt. Diese Verfahren ermöglichen die Freisetzung des Goldes in die Cyanidlösung.
CO2-IN-COLUMN

Die CIC-Methode wird am häufigsten zur Goldgewinnung aus Haufenlaugungsverfahren eingesetzt. Dabei sickert eine Natriumcyanidlösung durch einen Haufen zerkleinerten und agglomerierten Erzes, wodurch das Gold in die Lösung ausgelaugt wird. Die goldhaltige Lösung wird anschließend durch eine Reihe von Adsorptionssäulen mit Aktivkohle gepumpt . Die Haufenlaugung mit anschließender CIC-Reinigung ist aufgrund ihrer geringen Investitions- und Betriebskosten ein bevorzugtes Verfahren zur Goldgewinnung aus geringgradigen Oberflächenlagerstätten und Abraumgestein.
Kohlenstoff-in-Zellstoff

Bei der CIP-Aufbereitung wird das geförderte Erz gemahlen und mit Wasser und Eindickungsmitteln vermischt. Dadurch entsteht eine Erz-Wasser-Suspension, die sogenannte Pulpe. Diese Pulpe wird anschließend in Rührkessel gepumpt, wo das Gold mithilfe einer Natriumcyanidlösung aus dem Erz ausgelaugt wird . Die Pulpe gelangt dann in eine Reihe von Adsorptionsbehältern mit Aktivkohle . Diese vermischt sich mit der ausgelaugten Pulpe und fließt im Gegenstrom durch die Behälter. Die goldhaltige Aktivkohle wird durch ein Sieb von der Pulpe getrennt, das den Durchtritt der Kohle verhindert, während kleinere Pulpenpartikel herausgefiltert werden.
CO2-IN-LEACH

CIL-Verfahren ähneln CIP-Verfahren, jedoch wird Aktivkohle direkt in die Behälter gegeben, in denen die Cyanidlaugung stattfindet. CIL ist besonders vorteilhaft, wenn das Erz einen hohen Anteil an kohlenstoffhaltigem Material enthält. Natürlich vorkommender Kohlenstoff konkurriert mit der Aktivkohle um die Adsorption von Gold in einem Prozess, der als „Preg-Robbing“ bezeichnet wird und zu Goldverlusten führt. Daher wird bei CIL die Cyanidlaugung gleichzeitig mit der Adsorption an Aktivkohle durchgeführt, die in direktem Kontakt mit der Pulpe in der Cyanidlösung steht. Das CIL-Verfahren minimiert die Zeit, in der cyanidiertes Gold mit dem im Erz natürlich vorkommenden Kohlenstoff in Kontakt kommt.
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