
Einführung
Die Gewinnung von Gold aus seinen Erzen ist seit Jahrhunderten ein Thema von großem Interesse. Unter den verschiedenen verfügbaren Methoden, Cyanidlaugung hat sich zu einer der am häufigsten verwendeten Techniken in der kommerziellen Gold schürfen Industrie. Dieses Verfahren ermöglicht die effiziente Trennung von Gold aus seinen Trägermaterialien und ermöglicht so die Gewinnung des Edelmetalls in konzentrierterer Form. Dieser Artikel befasst sich mit dem gesamten Prozess der Cyanidlaugerei im Goldbergbau, von der anfänglichen Auflösung des Goldes in Cyanidlösungen bis zur endgültigen Gewinnung des Metalls.

Die Auflösung von Gold in Cyanidlösungen
Beteiligte chemische Reaktionen
Die Auflösung von Gold in Cyanidlösungen basiert auf einer komplexen Reihe chemischer Reaktionen. Die Gesamtreaktion lässt sich durch die folgende Gleichung darstellen:
4Au + 8NaCN + O₂ + 2H₂O → 4Na[Au(CN)₂] + 4NaOH
Bei dieser Reaktion reagiert Gold (Au) mit Natriumcyanid (NaCN) in Gegenwart von Sauerstoff (O₂) und Wasser (H₂O) zu Natriumdicyanoaurat (Na[Au(CN)₂]) und Natriumhydroxid (NaOH). Sauerstoff spielt bei dieser Reaktion eine entscheidende Rolle, da er als Oxidationsmittel wirkt und die Auflösung von Gold erleichtert.
Bedingungen für eine optimale Auflösung
Für eine effiziente Goldauflösung müssen verschiedene Bedingungen sorgfältig kontrolliert werden. Die Cyanidkonzentration in der Lösung ist ein entscheidender Faktor. Typischerweise wird im Laugungsprozess eine Konzentration von 0.05–0.1 % NaCN verwendet. Eine höhere Konzentration kann zu einem erhöhten Cyanidverbrauch führen, ohne dass die Goldauflösung proportional zunimmt, während eine niedrigere Konzentration zu einer langsamen und unvollständigen Laugung führen kann.
Auch der pH-Wert der Lösung spielt eine wichtige Rolle. Der Laugungsprozess ist in einem leicht alkalischen Medium mit einem pH-Bereich von 9.5 bis 11 am effektivsten. Bei diesem pH-Wert liegen die Cyanidionen in ihrer undissoziierten Form (HCN) vor, die gegenüber Gold reaktiver ist. Die pH-Wert-Einstellung erfolgt üblicherweise durch Zugabe von Kalk (CaO) zur Lauge.
Die Temperatur ist ein weiterer wichtiger Parameter. Obwohl die Reaktion auch bei Raumtemperatur ablaufen kann, kann eine leicht erhöhte Temperatur von etwa 25–35 °C die Goldauflösung beschleunigen. Eine zu starke Temperaturerhöhung kann jedoch zur Zersetzung des Cyanids führen und dessen Wirksamkeit verringern.
Vorbehandlung von Erzen
Brechen und Mahlen
Bevor mit der Cyanidlaugung begonnen werden kann, müssen die goldhaltigen Erze vorbehandelt werden. Der erste Schritt dieser Vorbehandlung besteht üblicherweise darin, Zerkleinerung und SchleifenDie Erze werden zerkleinert und anschließend zu feinen Partikeln gemahlen. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche des Erzes und ermöglicht einen effizienteren Kontakt zwischen den Goldpartikeln und der Cyanidlösung während des Laugungsprozesses.
Der Mahlgrad wird sorgfältig kontrolliert. Zu starkes Mahlen kann zur Bildung feiner Schlämme führen, die bei nachfolgenden Fest-Flüssig-Trennschritten Probleme verursachen können. Zu schwaches Mahlen kann hingegen zu einer unzureichenden Freilegung der Goldpartikel und damit zu einer unvollständigen Laugung führen.
Rösten und Biooxidation
In manchen Fällen enthalten die Golderze feuerfeste Mineralien, die die direkte Auflösung des Goldes durch Cyanid verhindern. Für solche Erze können zusätzliche Vorbehandlungsmethoden wie Rösten oder Biooxidation erforderlich sein.
Beim Rösten wird das Erz in Gegenwart von Luft erhitzt, um die feuerfesten Mineralien, wie z. B. Sulfide, zu oxidieren. Dieser Oxidationsprozess zersetzt die Mineralien, setzt die Goldpartikel frei und macht sie für die Cyanidlösung leichter zugänglich.
Bei der Biooxidation hingegen werden Mikroorganismen eingesetzt, um die refraktären Mineralien zu oxidieren. Dies ist eine umweltfreundlichere Alternative zum Rösten, da sie bei niedrigeren Temperaturen abläuft und weniger schädliche Emissionen erzeugt. Die Mikroorganismen, typischerweise Bakterien oder Pilze, werden aufgrund ihrer Fähigkeit ausgewählt, die im Erz vorhandenen refraktären Mineralien zu oxidieren.
Der Auslaugungsprozess
Rührtanklaugung
Die Rührkessellaugung ist eine der gängigsten Methoden der Cyanidlaugung. Dabei wird das vorbehandelte Erz in großen Rührkesseln mit der Cyanidlösung vermischt. Die Kessel sind mit Rührwerken ausgestattet, die eine gründliche Durchmischung von Erz und Lösung gewährleisten und so den Kontakt zwischen den Goldpartikeln und den Cyanidionen fördern.
Die Laugungszeit kann je nach Erzart und Betriebsbedingungen variieren. Im Allgemeinen kann der Laugungsprozess mehrere Stunden bis mehrere Tage dauern. Während dieser Zeit werden regelmäßig Proben des Sickerwassers entnommen und analysiert, um den Fortschritt der Goldauflösung zu überwachen.
Haufenlaugung
Die Haufenlaugung ist ein weiteres weit verbreitetes Verfahren, insbesondere für minderwertige Golderze. Dabei wird das zerkleinerte Erz in großen Haufen auf einer undurchlässigen Auskleidung gestapelt. Die Cyanidlösung wird dann auf den Haufen gesprüht und durchdringt das Erz. Beim Durchlaufen des Haufens löst die Lösung die Goldpartikel auf, und die entstehende, gesättigte Lösung wird am Boden des Haufens gesammelt.
Haufenlaugung ist eine kostengünstigere Methode im Vergleich zu Rührkessellaugung da weniger Kapitalinvestitionen in die Ausrüstung erforderlich sind. Allerdings ist es ein langsamerer Prozess und eignet sich besser für Erze mit relativ geringem Goldgehalt.
Fest-Flüssig-Trennung
Filtration
Nach Abschluss des Laugungsprozesses werden im nächsten Schritt die festen Rückstände (Tailings) von der Lösung, die das gelöste Gold enthält, getrennt. Die Filtration ist eine der gängigsten Methoden zur Fest-Flüssig-Trennung. Dabei wird die Suspension (Mischung aus Feststoffen und Flüssigkeiten) durch ein Filtermedium, beispielsweise ein Filtertuch oder eine Filterpresse, geleitet. Die Feststoffpartikel bleiben auf dem Filtermedium zurück, während die Flüssigkeit (die Lösung) durchläuft und gesammelt wird.
Die Wahl des Filtermediums hängt von der Art der Feststoffpartikel und den Betriebsbedingungen ab. So kann beispielsweise bei sehr feinen Feststoffpartikeln ein feinmaschigeres Filtertuch erforderlich sein.
Dekantieren
Dekantieren ist eine weitere Methode zur Fest-Flüssig-Trennung, insbesondere wenn die Feststoffpartikel relativ groß sind und sich leicht absetzen. Dabei wird die Suspension eine Zeit lang in einem Absetzbehälter belassen. Die Feststoffpartikel setzen sich aufgrund der Schwerkraft am Boden des Behälters ab, und die klare, überstehende Flüssigkeit (Schwangerschaftslösung) wird anschließend vorsichtig dekantiert.
Dekantieren ist im Vergleich zur Filtration eine einfachere und weniger energieintensive Methode. Allerdings ist es möglicherweise nicht so effektiv bei der Trennung sehr feiner Feststoffpartikel.
Gewinnung von Gold aus der schwangeren Lösung
Aktivkohleadsorption
Eine der häufigsten Methoden zur Gewinnung von Gold aus der gesättigten Lösung ist AktivkohleadsorptionBei diesem Verfahren wird der Lösung Aktivkohle zugesetzt. Der Gold-Cyanid-Komplex hat eine starke Affinität zur Oberfläche der Aktivkohle, wodurch das Gold an den Kohlepartikeln adsorbiert wird.
Die Kohlenstoffpartikel werden anschließend von der Lösung getrennt, üblicherweise durch Sieben oder Filtrieren. Die mit Gold beladene Kohle wird anschließend weiterverarbeitet, um das Gold zu desorbieren. Dies geschieht typischerweise durch eine Hochtemperatur-Dampfbehandlung oder durch den Einsatz eines chemischen Desorptionsmittels.
Zinkfällung
Die Zinkfällung, auch bekannt als Merrill-Crowe-Verfahren, ist eine weitere Methode zur Goldgewinnung. Dabei wird der Lösung Zinkstaub zugesetzt. Zink ist elektropositiver als Gold und verdrängt daher das Gold aus dem Gold-Cyanid-Komplex. Die Reaktion lässt sich durch die folgende Gleichung darstellen:
2Na[Au(CN)₂] + Zn → 2Au + Na₂[Zn(CN)₄]
Das ausgefällte Gold bildet zusammen mit nicht umgesetztem Zink einen festen Schlamm. Dieser Schlamm wird anschließend von der Lösung getrennt und das Gold weiter raffiniert, um ein reines Produkt zu erhalten.
Raffination von Gold
Verhüttung
Sobald das Gold aus der Lösung gewonnen wurde, muss es üblicherweise raffiniert werden, um verbleibende Verunreinigungen zu entfernen. Das Schmelzen ist eine der gängigsten Methoden zur Goldraffination. Dabei wird das goldhaltige Material in Gegenwart eines Flussmittels, beispielsweise Borax, auf hohe Temperaturen erhitzt. Das Flussmittel senkt den Schmelzpunkt des Goldes und reagiert mit den Verunreinigungen, wodurch eine Schlacke entsteht, die vom geschmolzenen Gold getrennt werden kann.
Das geschmolzene Gold wird anschließend in Formen gegossen, um Barren zu formen. Diese Barren können weiterverarbeitet oder als Halbzeug verkauft werden.
Elektrolytische Raffination
Die elektrolytische Raffination ist ein fortschrittlicheres Verfahren zur Goldraffination. Dabei wird die goldhaltige Anode zusammen mit einer Kathode aus reinem Gold in eine Elektrolysezelle gegeben. Der Elektrolyt ist üblicherweise eine Lösung aus Goldchlorid oder anderen Goldsalzen. Wird ein elektrischer Strom durch die Zelle geleitet, löst sich das Gold der Anode im Elektrolyten auf und lagert sich anschließend an der Kathode ab.
Verunreinigungen, die elektropositiver als Gold sind, lösen sich im Elektrolyten auf, lagern sich aber nicht an der Kathode ab. Verunreinigungen, die weniger elektropositiv als Gold sind, verbleiben als Schlamm am Boden der Zelle. Das Ergebnis ist ein Goldprodukt mit sehr hoher Reinheit.
Umwelterwägungen
Cyanid-Management
Cyanid ist eine hochgiftige Substanz, und der richtige Umgang mit Cyanid im Goldabbau ist von größter Bedeutung. Der Einsatz von Cyanid im Goldabbau ist in vielen Ländern streng reguliert, um die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit zu minimieren.
Ein wichtiger Aspekt des Cyanidmanagements ist die Verhinderung von Cyanidaustritt. Bergbaubetriebe müssen über geeignete Rückhaltesysteme verfügen, um das Austreten cyanidhaltiger Lösungen in die Umwelt zu verhindern. Darüber hinaus ist die Behandlung cyanidhaltiger Abwässer von entscheidender Bedeutung. Zur Behandlung cyanidhaltiger Abwässer stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, wie beispielsweise chemische Oxidation, biologische Behandlung und Ionenaustausch.
Tailings-Entsorgung
Auch die bei der Goldgewinnung anfallenden festen Rückstände (Tailings) müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Tailings können Spuren von Cyanid und anderen Schwermetallen enthalten, die bei unsachgemäßer Entsorgung eine Gefahr für die Umwelt darstellen können.
Eine gängige Methode zur Entsorgung von Rückständen ist die Lagerung in Absetzbecken. Diese Dämme sollen die Rückstände zurückhalten und die Freisetzung von Schadstoffen in die Umwelt verhindern. In manchen Fällen können die Rückstände auch wiederaufbereitet werden, um verbleibende wertvolle Mineralien zurückzugewinnen oder die Umweltbelastung zu verringern.
Fazit
Die Cyanidlaugung im Goldabbau ist ein komplexer, mehrstufiger Prozess, der die Auflösung von Gold in Cyanidlösungen, die Vorbehandlung der Erze, die Laugung, die Fest-Flüssig-Trennung, die Goldgewinnung, die Raffination und das Umweltmanagement umfasst. Jeder Prozessschritt wird sorgfältig kontrolliert, um eine effiziente Goldgewinnung und -gewinnung bei minimalen Umweltauswirkungen zu gewährleisten. Trotz der mit der Cyanidverwendung verbundenen Herausforderungen bleibt das Verfahren aufgrund seiner hohen Effizienz und der relativ geringen Kosten eine wichtige und weit verbreitete Methode im kommerziellen Goldabbau. Es wird jedoch kontinuierlich an der Entwicklung alternativer, umweltfreundlicherer und nachhaltigerer Methoden geforscht und weiterentwickelt.
- Zufälliger Inhalt
- Heiße Inhalte
- Heißer Bewertungsinhalt
- Natriumisobutylxanthat SIBX 90 %
- Natriumsulfid, Industriequalität, 60 % 30 ppm/150 ppm, gelbe/rote Flocken, Na2s
- Aceton
- Ammoniumpersulfat, Industriequalität, 98.5 %
- Lithiumchlorid, 99.0 %, 99.5 %
- 97 % 2-Hydroxypropylmethacrylat
- Lebensmittelqualität Antioxidationsmittel T501 Antioxidationsmittel 264 Antioxidationsmittel BHT 99.5 %
- 1Natriumcyanid (CAS: 143-33-9) für den Bergbau zum reduzierten Preis – Hohe Qualität und wettbewerbsfähige Preise
- 2Natriumcyanid 98.3 % CAS 143-33-9 NaCN Goldaufbereitungsmittel Unverzichtbar für die chemische Industrie im Bergbau
- 3Chinas neue Vorschriften für Natriumcyanid-Exporte und Hinweise für internationale Käufer
- 4Natriumcyanid (CAS: 143-33-9) Endbenutzerzertifikat (chinesische und englische Version)
- 5Internationaler Cyanid-(Natriumcyanid-)Managementkodex – Annahmestandards für Goldminen
- 6Chinesische Fabrik Schwefelsäure 98%
- 7Wasserfreie Oxalsäure 99.6 % Industriequalität
- 1Natriumcyanid 98.3 % CAS 143-33-9 NaCN Goldaufbereitungsmittel Unverzichtbar für die chemische Industrie im Bergbau
- 2Hohe Reinheit · Stabile Leistung · Höhere Ausbeute – Natriumcyanid für die moderne Goldlaugung
- 3Nahrungsergänzungsmittel Lebensmittelsüchtig machendes Sarkosin 99% min
- 4Einfuhrbestimmungen und Einhaltung der Vorschriften für Natriumcyanid – Gewährleistung einer sicheren und konformen Einfuhr nach Peru
- 5United ChemicalDas Forschungsteam von demonstriert Autorität durch datenbasierte Erkenntnisse
- 6AuCyan™ Hochleistungs-Natriumcyanid | 98.3 % Reinheit für den globalen Goldabbau
- 7Digitaler elektronischer Zünder (Verzögerungszeit 0–16000 ms)











Online-Nachrichtenberatung
Einen Kommentar hinzufügen: