Der Einfluss assoziierter Mineralien auf den Cyanidlaugungsprozess

Der Einfluss von Begleitmineralien auf den Cyanidlaugungsprozess Natrium Goldgewinnung Silber Nr. 1 Bild

Einführung

Cyanidlaugung ist ein weit verbreitetes Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber aus Erzen. Das Vorhandensein verschiedener Zugehörige Mineralien im Erz kann die Effizienz und Effektivität dieses Prozesses erheblich beeinflussen. Das Verständnis dieser Auswirkungen ist entscheidend für die Optimierung Zyanid Laugungsvorgänge und Verbesserung der Rückgewinnung wertvoller Metalle.

Eisenmineralien

Pyrit

Pyrit ist ein häufig vorkommendes Eisensulfidmineral in goldhaltigen Erzen. Bei der Cyanidlaugung kann Pyrit im Erzbrei zu Eisensulfat oxidiert werden. Dieses reagiert dann mit Cyanid zu Ferrocyanat. Diese Reaktion verbraucht eine große Menge an Natriumcyanid, ein wichtiges Reagenz für die Goldlaugung. Darüber hinaus kann sich Pyrit durch Einwirkung von Kalk und Luft in lösliches Sulfid, kolloidalen Schwefel oder Thiosulfat umwandeln. Dieser Umwandlungsprozess verbraucht Sauerstoff, der für die Goldauflösung im Cyanidlaugungssystem unerlässlich ist. Dies wirkt sich insgesamt negativ auf die Effizienz der Goldlaugung aus.

Pyrrhotit

Pyrrhotin ist ein weiteres Eisensulfidmineral, das die Cyanidlaugerei beeinflusst. Es reagiert leicht mit Cyanid zu Thiocyanat. Auch das bei seiner Oxidation entstehende Eisensulfat reagiert mit Cyanid zu Ferrocyanat. Untersuchungen haben gezeigt, dass Pyrrhotin die Goldauflösungsrate deutlich verringern kann, beispielsweise in einigen Fällen um 28.1 %. Es führt auch zu einem deutlichen Anstieg des Cyanidverbrauchs, der sich oft vervierfacht.

Kupfermineralien

Chalkopyrit und Chalkosin

Kupfermineralien wie Chalkopyrit und Chalkosin haben einen erheblichen Einfluss auf die Cyanidlaugerei. Cyanidlösung kann Kupfermineralien auflösen, die Auflösungsrate variiert jedoch. Chalkopyrit ist unter den Kupfersulfidmineralien relativ stabil, während Chalkosin reaktiver ist. In Cyanidlösung ist das Kupfer dieser Mineralien, meist im zweiwertigen Zustand, instabil. Zweiwertiges Kupfer oxidiert Cyanid, wandelt sich in einwertiges Kupfer um und bildet Komplexe mit Cyanid im Brei. Bei Chalkosin kann dies zu einem deutlichen Rückgang der Goldauflösungsrate (in einigen Experimenten bis zu 36.81 %) und einer Verzehnfachung des Cyanidverbrauchs führen.

Malachit (Kupferoxidmineral)

Malachit ist ein häufig vorkommendes Kupferoxidmineral. Es löst sich leicht in Natriumcyanidlösung, was zu einem deutlichen Anstieg des Cyanidverbrauchs führt. Die Reaktion zwischen Malachit und Cyanid verbraucht eine große Menge Cyanidionen. Daher können sowohl Kupfersulfid- als auch Kupferoxidmineralien den Cyanid-Goldgewinnungsprozess erheblich beeinträchtigen.

Arsenmineralien

Realgar und Auripigment

Realgar und Auripigment wirken sich bei der Cyanidlaugerei äußerst schädlich aus. In der stark alkalischen Lösung, die für die Cyanidlaugerei verwendet wird, bilden sie Verbindungen wie Thioarsenit. Thioarsenit kann mit dem Sauerstoff in der Lösung zu Arsenit reagieren und dabei einen großen Teil des Sauerstoffs im Mineralschlamm verbrauchen. Bei der Oxidation von Arsenmineralien in der Lösung bildet sich zudem ein Film aus Arsenverbindungen auf der Oberfläche der Goldpartikel. Dieser Film verhindert den Kontakt des Goldes mit Cyanid und beeinträchtigt so dessen Auflösung erheblich. Studien haben gezeigt, dass Realgar und Auripigment die Goldauflösungsrate um 41.95 % bzw. 49.90 % senken und den Cyanidverbrauch um das 13.8- bzw. 15.0-Fache erhöhen können.

Arsenopyrit

Arsenopyrit ist ein häufig vorkommendes arsenhaltiges Mineral. Im Gegensatz zu Realgar und Auripigment ist Arsenopyrit im Cyanidsystem relativ stabil. Obwohl es Arsen enthält, zersetzt es sich unter normalen Cyanidlaugungsbedingungen nicht leicht und hat daher im Vergleich zu anderen arsenhaltigen Mineralien einen relativ geringen Einfluss auf die Cyanidlaugung.

Bleimineralien

Galenit und Bleialaun

Galenit und Bleialaun sind die wichtigsten bleihaltigen Mineralien in Goldminen. Galenit kann zu Bleialaun oxidiert werden. In einer stark alkalischen Lösung kann Bleialaun alkalisches Bleisäuresalz bilden, das mit dem Cyanid in der Lösung zu unlöslichem, stark alkalischem Cyanid reagiert. Geringe Mengen an Bleimineralien können die Cyanidlaugerei in Goldminen tatsächlich unterstützen. Große Mengen an Bleimineralien beeinträchtigen jedoch die Effizienz der Goldlaugung, da sie Cyanid verbrauchen und möglicherweise Niederschläge bilden, die den Laugungsprozess stören können.

Antimonhaltige Mineralien

Stibnit

Stibnit ist das wichtigste antimonhaltige Sulfidmineral. Im Cyanidlaugungsprozess wirken sich seine negativen Effekte ähnlich denen von Auripigment aus. Es löst sich leicht in einer stark alkalischen Lösung auf und bildet Thioantimonit, das anschließend zu Antimonit oxidiert. Zusätzlich können negativ geladene Stibnit-Kolloidpartikel in der alkalischen Cyanidlösung an der Oberfläche von Goldpartikeln haften und so die Auflösung des Goldes physikalisch verhindern.

Kohlenstoffsubstanzen

Goldminen können enthalten Kohlenstoff Substanzen, darunter anorganischer und organischer Kohlenstoff wie Huminsäure, können das in der Cyanidlösung gelöste Gold absorbieren. Dies verringert die Auslaugungsrate des Goldes, ein Phänomen, das als „Goldraub“ bekannt ist. Die Kohlenstoffsubstanzen konkurrieren mit dem Extraktionsprozess um das gelöste Gold, was zu einer geringeren Goldausbeute führt.

Strategien zur Minderung der Auswirkungen von Begleitmineralien

Vorbehandlung von Erzen

  • OxidationsvorbehandlungBei Erzen mit Eisensulfid-, Arsen- oder Antimonmineralien kann eine oxidative Vorbehandlung wirksam sein. Durch die Oxidation werden diese Mineralien zersetzt, das darin enthaltene Gold freigesetzt und ihre schädliche Wirkung auf die Cyanidlaugung reduziert. Gängige Methoden der oxidativen Vorbehandlung sind Rösten, Druckoxidation und Biooxidation.

  • Kupfer - VorlaugungBei Erzen mit hohem Kupfergehalt kann eine Vorlaugung des Kupfers durchgeführt werden. Durch die Entfernung des Kupfers vor der Cyanidlaugung kann der Cyanidverbrauch der Kupfermineralien minimiert und so die Effizienz der Goldcyanidlaugung verbessert werden.

Optimierung der Cyanidlaugungsbedingungen

  • Anpassen der Reagenziendosierung: Je nach Art und Menge der Begleitmineralien kann die Menge an Cyanid und anderen Reagenzien angepasst werden. Beispielsweise kann bei hohem Kupfergehalt eine leichte Erhöhung der Cyaniddosierung bei gleichzeitiger Kontrolle des pH-Werts dazu beitragen, dass sich Gold effektiv auflöst.

  • Kontrolle des Zellstoffzustands: Die Kontrolle der Zellstoffkonzentration, der Temperatur und der Rührgeschwindigkeit ist ebenfalls wichtig. Die richtige Zellstoffkonzentration gewährleistet, dass sich Cyanid und Sauerstoff effizient im Zellstoff verteilen können. Die Einhaltung einer angemessenen Temperatur (üblicherweise 15–30 °C) gleicht die Geschwindigkeit der Goldauflösung und die Stabilität der Cyanidlösung aus.

Verwendung von Zusatzstoffen

  • Additive zur Hemmung mineralischer ReaktionenZusatzstoffe wie Bleisalze können die Reaktion bestimmter schädlicher Mineralien verhindern. Beispielsweise kann die Zugabe von Bleiacetat mit Sulfidionen aus dem Abbau schwefelhaltiger Mineralien reagieren und unlösliche Bleisulfidniederschläge bilden. Dies reduziert den Cyanid- und Sauerstoffverbrauch schwefelhaltiger Mineralien.

  • Konkurrenzfähige AdsorbentienBei Erzen mit kohlenstoffhaltigen Substanzen ist die Zugabe von konkurrierenden Adsorptionsmitteln wie z. B. Aktivkohle Bei der Cyanidlaugung kann der „Goldraub“-Effekt reduziert werden. Aktivkohle konkurriert mit dem Kohlenstoff im Erz um das gelöste Gold und erhöht dadurch die Goldausbeute.

Fazit

Die in Gold- und Silbererzen enthaltenen Mineralien haben vielfältige und erhebliche Auswirkungen auf den Cyanidlaugungsprozess. Eisen-, Kupfer-, Arsen-, Blei- und Antimonmineralien sowie Kohlenstoffverbindungen können die Laugeleistung beeinträchtigen, indem sie Reagenzien verbrauchen, den Kontakt des Goldes mit Cyanid verhindern oder gelöstes Gold absorbieren. Durch geeignete Vorbehandlungsmethoden, optimierte Laugebedingungen und den Einsatz von Additiven können diese negativen Auswirkungen jedoch reduziert werden. Dies ermöglicht eine effizientere Gewinnung von Gold und Silber aus komplex mineralisierten Erzen und verbessert die Wirtschaftlichkeit des Bergbaus.

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