Bleioxid verbessert die Goldlaugung in Cyanidrückständen​

Bleioxid verbessert die Goldlaugung in Cyanidrückständen. Natrium-Bleioxid-Cyanidrückstände, Goldlaugungsrate Nr. 1, Bild

Einführung

Die Cyanidlaugung ist ein weit verbreitetes Verfahren zur Goldgewinnung aus Erzen. Allerdings enthalten die dabei anfallenden Cyanidrückstände oft Restgold, dessen Gewinnung aufgrund von Begleitmineralien schwierig ist. Die Verbesserung der Ausbeute der Goldlaugung aus Cyanidrückständen ist daher von großer Bedeutung für das Ressourcenrecycling und die Wirtschaftlichkeit. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass Bleioxid die Goldlaugung aus Cyanidrückständen positiv beeinflussen kann.

Das Problem der niedrigen Goldauslaugungsrate in Cyanidrückständen

Die größte Herausforderung bei der Goldgewinnung aus Cyanidrückständen liegt in der komplexen mineralogischen Zusammensetzung. Restliches Cyanid in den Rückständen kann dazu führen, dass Gold mit Sulfiden des enthaltenen Eisens (wie Pyrrhotin) reagiert. Diese Reaktion bildet einen Au/Sx-Passivierungsfilm auf der Oberfläche der Goldpartikel. Dieser Passivierungsfilm wirkt als Barriere und verhindert den effektiven Kontakt zwischen Gold und Cyanidlösung, was zu einer geringen konventionellen Ausbeute an Gold führt.

Wie Bleioxid die Goldlaugung verbessert

Chemischer Reaktionsmechanismus

Bleioxid ist während des Laugungsprozesses an mehreren chemischen Reaktionen beteiligt. Erstens kann Bleioxid mit der Passivierungsschicht auf der Goldoberfläche reagieren. Diese Reaktion zerstört die Passivierungsschicht und wandelt sie in lösliche Salze um. Dadurch wird die Goldoberfläche wieder freigelegt, und Cyanid kann mit Gold reagieren. Zweitens kann Bleioxid im Laugungssystem als Oxidationsmittel wirken. In Gegenwart von Bleioxid wird das Oxidationspotenzial des Systems angepasst, was die Oxidation von Gold zur Bildung löslicher Goldcyanidkomplexe begünstigt.

Elektrochemischer Mechanismus

Zwischen Gold und dem Reduktionsprodukt von Bleioxid besteht eine elektrische Potenzialdifferenz. Diese Potenzialdifferenz ermöglicht die Bildung einer Primärbatterie im Laugungssystem. In dieser Primärbatterie dient Gold als Anode und oxidiert, während das Reduktionsprodukt von Bleioxid als Kathode fungiert. Dieser elektrochemische Prozess, bekannt als Kontaktkorrosion, beschleunigt die Goldauflösung und verbessert so die Goldgewinnungsrate.

Experimentelle Überprüfung

Experimentelle Materialien und Methoden

Die Forscher wählten repräsentative Proben von Cyanidrückständen für ihre Experimente aus. Diese wurden zunächst charakterisiert, um ihre Mineralzusammensetzung und ihren Goldgehalt zu bestimmen. Anschließend wurden dem Cyanidlaugungssystem unterschiedliche Mengen Bleioxid zugesetzt. Die Laugungsbedingungen wie Laugungszeit, Temperatur und Cyanidkonzentration wurden sorgfältig kontrolliert. Um die Genauigkeit der Ergebnisse sicherzustellen, wurde eine Reihe paralleler Experimente durchgeführt. Zusätzlich wurden fortschrittliche Analyseverfahren wie Rasterelektronenmikroskopie (REM) und Röntgen-Photoelektronenspektroskopie (XPS) eingesetzt, um die Oberflächenmorphologie und die Veränderungen der chemischen Zusammensetzung der Goldpartikel vor und nach der Laugung zu analysieren.

Experimentelle Ergebnisse

Die experimentellen Ergebnisse zeigten, dass die Zugabe von Bleioxid die Ausbeute der Goldauslaugung aus Cyanidrückständen signifikant erhöhte. Im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Bleioxidzusatz stieg die Goldausbeute um einen bemerkenswerten Prozentsatz. In einigen Versuchen erhöhte sie sich beispielsweise von einem relativ niedrigen Wert auf über [X]%. Gleichzeitig wurde der Verbrauch an Natriumcyanid reduziert. SEM- und XPS-Analysen bestätigten weiterhin, dass Bleioxid tatsächlich mit der Passivierungsschicht auf der Goldoberfläche reagierte und nach der Zugabe von Bleioxid neue chemische Substanzen auf der Oberfläche der Goldpartikel auftraten, was mit dem vorgeschlagenen Reaktionsmechanismus übereinstimmte.

Bewerbungsaussichten

Die Entdeckung, dass Bleioxid die Goldlaugung in Cyanidrückständen verbessern kann, bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Im Bergbau kann diese Technologie in bestehenden Cyanidrückstandsaufbereitungsanlagen eingesetzt werden. Durch die Zugabe von Bleioxid zum Laugungsprozess lässt sich die Goldausbeute ohne größere Anlagenmodernisierungen verbessern. Dies steigert nicht nur den wirtschaftlichen Wert der Rückstandsressourcen, sondern reduziert auch die Umweltbelastung durch die Langzeitlagerung goldhaltiger Rückstände. Darüber hinaus lässt sich diese Methode auch auf die Aufbereitung einiger refraktärer Golderze übertragen und bietet so eine neue Lösung für die effiziente Goldgewinnung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bleioxid großes Potenzial zur Verbesserung der Goldauslaugung in Cyanidrückständen bietet. Durch ein tiefgreifendes Verständnis des Verbesserungsmechanismus und die kontinuierliche Optimierung der Versuchsbedingungen dürfte diese Technologie eine wichtige Rolle in der zukünftigen Entwicklung der Goldbergbauindustrie spielen.

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